Krätze ist eine sehr ansteckende Hauterkrankung, die durch Kontamination mit parasitenmikroskopisch kleinen Milben verursacht wird. Die Milbe, die für die Entstehung von Krätze beim Menschen verantwortlich ist, heisst Sarcoptes scabiei var. hominis und kann leicht durch Kontakt mit infizierten Menschen oder kontaminierten Gegenständen erworben werden.

Aufgrund ihres sehr ansteckenden Charakters ist es sehr wahrscheinlich, dass die Krätze in überfüllten Waisenhäusern, Pflegeheimen, Kindergärten und Schulen schwere Epidemien auslöst. Um die Verbreitung der Krätze zu verhindern, empfehlen Ärzte den Betroffenen, den Kontakt mit anderen zu vermeiden. Krätze-Milben können bis zu einer Woche ohne einen menschlichen Wirt leben. Daher müssen Bettwäsche, Handtücher, Kleidung und alle anderen persönlichen Gegenstände von Menschen, die von Krätze betroffen sind, ordnungsgemäß in heißem Wasser gewaschen werden, um einen zweiten Befall zu vermeiden.

Vorsichtsmassnahmen bei Krätze

Als zusätzliche Vorsichtsmassnahme müssen alle Personen, die mit Patienten in Kontakt gekommen sind, bei denen Krätze diagnostiziert wurde, ebenfalls eine angemessene medizinische Behandlung erhalten, auch wenn sie keine klaren Anzeichen einer Kontamination aufweisen. Krätze hat eine Inkubationszeit von etwa 1-2 Wochen, und die meisten Symptome treten innerhalb dieser Zeitspanne auf. Sobald die Parasitenmilben die Haut kontaminieren, sind die ersten Anzeichen von Krätze Hautentzündung, Hautausschlag und anhaltender Juckreiz.

Was sind Krätzemilben

Krätzemilben sind mikroskopisch kleine Organismen, und ihr Vorhandensein auf einem menschlichen Wirt kann schwer zu erkennen sein. Außerdem sind die meisten Symptome, die durch Krätze hervorgerufen werden, unspezifisch, und manchmal können sie bei der Diagnose der Erkrankung irreführend sein. Die ersten Anzeichen von Krätze treten in der Regel einige Wochen nach dem Befall auf, so dass sich die Parasitenmilben innerhalb dieses Zeitraums vermehren und in verschiedenen Regionen des Körpers ausbreiten können. Das Vorhandensein von Krätze bei Menschen kann nur durch sorgfältige körperliche Untersuchungen bestätigt werden.

Bald nach der Ansteckung graben sich die weiblichen Krätzemilben in die Haut ein und legen ihre Eier ab. Die Eier der Milben enthalten Substanzen, die für den menschlichen Körper sehr giftig sind und Allergien und Ausschläge hervorrufen. Nach dem Schlüpfen klettern die Larven an die Hautoberfläche, wo sie sich weiter zu erwachsenen Milben entwickeln. Selbst wenn die Larven gefleckt und von der Haut entfernt werden, können sie noch bis zu einer Woche überleben.

Was bewirken Krätzemilben

Krätzemilben neigen dazu, weniger exponierte Regionen der Haut zu befallen. Die weiblichen Milben legen ihre Eier normalerweise unter den Nägeln, in den Hautfalten zwischen Fingern und Zehen, um Ellbogen, Achselhöhlen, Gesäss oder in der Schamgegend ab. Bei sehr kleinen Kindern oder älteren Menschen können Krätzemilben sogar die Kopfhaut und das Gesicht befallen.

Die Symptome der Krätze treten als Folge allergischer Reaktionen auf die Eier und den Kot der Milben auf. Innerhalb der ersten Woche nach dem Befall entwickeln Menschen mit Krätze Ausschläge auf den betroffenen Hautregionen. Zu den späteren Symptomen gehören das Vorhandensein von Wühlgruben, ein krustiger Aspekt der Haut, Blasen, Pusteln und sogar Knötchen. Wenn der Milbenbefall nicht schnell ausgerottet wird, besteht für die von Krätze betroffenen Menschen die Gefahr, schwere bakterielle oder Pilzinfektionen zu entwickeln. Wird die Krätze nicht angemessen behandelt, kann sie zu Hauterkrankungen wie z.B. Impetigo führen.